Kaffee – von der Pflanze zum Getränk

Wenn wir in einem Café einen Espresso bestellen, dann kann dieser in nicht mal einer Minute fertig sein. Die Kaffeebohnen werden – falls noch nicht geschehen – gemahlen und es wird ein frischer Kaffee aufgebrüht. Dabei haben die Kaffeebohnen hier schon eine weite Reise hinter sich. Welche Schritte sind eigentlich nötig, um aus der Pflanze einen Kaffee zubereiten zu können?

Wo wächst der Kaffee?

Die Kaffeepflanze braucht ein bestimmtes Klima, das aber glücklicherweise in einigen Ländern dieser Welt gibt. Dazu gehören unter anderem Brasilien, Kolumbien, Indonesien und Vietnam. Abhängig von der Sorte bevorzugt die Pflanze entweder das Flach- oder Hochland und entsprechende Temperaturen. In einem der nächsten Artikel werden wir näher auf das Klima und die Unterschiede der Kaffeebohnen eingehen.

Die unscheinbare Pflanze

Die Pflanze wirkt nicht so bedeutend, wie das Resultat – der Kaffee – tatsächlich ist. Ihre Früchte, die Kaffeekirschen genannt werden, sind zunächst grün und werden mit der Zeit rötlich. Abhängig von der Sorte ist die Frucht nach etwa 5 bis 11 Monaten reif und wird gepflückt. Hierbei muss bereits auf den richtigen Zeitpunkt geachtet werden. Ist die Frucht noch nicht reif oder bereits überreif, beeinträchtigt dies den Geschmack des Kaffees.

Kaffeekirschen

Um nur die reifen Früchte zu ernten, werden noch immer viele Ernten per Hand vorgenommen. Denn Maschinen ernten nun mal einfach alle Kirschen, ohne unreife Früchte hängen zu lassen.

Aufbereitung der Früchte

Rohkaffee

Nun gilt es, die Bohnen zu erhalten, wofür es verschiedene Verfahren gibt. Eine Möglichkeit besteht darin, die Kaffeekirschen trocknen zu lassen, um anschließend leichter die Bohnen herauslösen zu können. Anschließend müssen die Bohnen gereinigt werden, damit die letzten Reste der Früchte entfernt werden können. In diesem Zustand nennt man die Bohnen auch Rohkaffee und transportiert sie an die Orte, an denen sie gerötet werden soll.

Röstung der Bohnen

Es folgt einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg von der Bohne zum Kaffee. Denn selbst wenn der Rohkaffee eine gute Qualität hat, kann die Röstung misslingen und das Resultat ungenießbar werden. Erst durch das Rösten kommen die Aromen der Bohne zur Geltung und eine Rösterei drückt der Bohne sozusagen ihren persönlichen Stempel auf. Doch was passiert eigentlich genau während der Röstung?

Kaffee rösten

Neben dem Geschmack verändert sich beim Rösten natürlich auch das Aussehen. Die ursprünglich gelbe bis grüne Bohne wird braun und erhält die Optik, die wir hier von Kaffeebohnen gewohnt sind. Doch es passiert noch mehr als das Offensichtliche. Durch das Rösten wird die Haut von der Bohne gelöst. Zusätzlich verliert die Bohne Feuchtigkeit, weshalb das Gewicht der Bohnen abnimmt. Dafür nimmt das Volumen um bis zu 100 % zu.  Wer beim Rösten gut aufpasst, der wird übrigens das Knacken der Bohnen hören können. Da das Rösten der Kaffeebohnen so ein entscheidender Prozess ist, wird es hierzu demnächst weitere Informationen geben. Doch auf dem Weg zum fertigen Getränk fehlt ja noch ein Schritt.

Endlich – die Kaffeezubereitung

Dieser Schritt wird den meisten bekannt sein, selbst jenen, die nur in Cafés Kaffee trinken. Die fertig gerösteten Bohnen werden gemahlen, wobei der Mahlgrad von den Bohnen und der Zubereitungsart abhängt. Wer einen Espresso mit einer Siebträgermaschine zubereiten möchte, der verwendet einen anderen Mahlgrad als beispielsweise bei der Herstellung von Cold Brew Kaffee mit einer Pressstempelkanne.

Natürlich gibt es noch viele weiter Zubereitungsarten, doch fast alle haben eines gemeinsam: Heißes Wasser trifft auf die gemahlenen Bohnen und verwandelt ihn in das Getränk Kaffee. Vermutlich könnte man zu jedem hier erwähnten Schritt von der Pflanze bis zum fertigen Getränk ein ganzes Buch schreiben. Aber keine Sorge, es werden noch Artikel mit weiteren Informationen folgen.