Kaffeekirschentee – Tee aus Kaffee?

Ähnlich wie die Zimtröstung ist auch Cascara – der Kaffeekirschentee – ein Trend, der mittlerweile zu uns gefunden hat. Aber was ist das eigentlich? Ist es Tee oder Kaffee? Oder ist es Tee, der aus Kaffee gemacht wird? Wir sind dem Trend auf den Grund gegangen und erklären nicht nur, was es hiermit auf sich hat, sondern auch, ob es eine Alternative zum Kaffee ist.

Was ist Kaffeekirschentee?

KaffeekirschenCascara, wie der Kaffeekirschentee * genannt wird, ist tatsächlich eine Teesorte. Er wird aus den Kaffeekirschen der Kaffeepflanze hergestellt. Hierfür werden das Fruchtfleisch und die Schalen der Kirschen getrocknet, um anschließend aufgebrüht zu werden. Der Kaffeetrinker verwendet hierfür natürlich kein Tee-Ei, sondern seine French Press und lässt den Tee 5 bis 8 Minuten ziehen.

Was für uns ein recht neuer Trend ist, kennen Indianerstämme übrigens schon jahrhundertelang. Hier ist es in Mode und dort bereits seit langer Zeit in der Tradition enthalten. Zunächst breitete sich der Trend in den USA aus und nun auch hier.

Wie schmeckt und riecht der Tee?

Kaffeekirschentee - CascaraDa der Tee aus den Kirschen der Kaffeepflanze hergestellt wird, schmeckt er fruchtig und süßlich. Allerdings ist es eher eine sanfte Süße und es kommen weitere Aromen hinzu, die beispielsweise an Rooibos, grünen oder sogar schwarzen Tee erinnern. Ähnlich fruchtig ist auch der Geruch des Tees, der an Orangen und sogar leicht an Tabak erinnern kann.

Hat Cascara auch Koffein?

Cascara hat nicht nur Koffein, sondern sogar wesentlich mehr Koffein als normaler Kaffee. Das liegt daran, dass sich das meiste Koffein in den Schalen der Kaffeekirsche befindet und gerade diese zur Herstellung des Kaffeekirschentees verwendet werden. Wem es also um ein Getränk mit möglichst hohem Koffeingehalt geht, der entscheidet sich hier für den Tee statt für den Kaffee. Der Koffeeingehalt von Cascara ist übrigens sogar höher als bei so manchem Energydrink.

Woher bekommt man Cascara?

Cascara kommt beispielsweise aus Nicaragua, wird aber auch in Bolivien und Panama getrunken. Wer aktuell keine Lust auf eine Reise hat, der kann sich den Tee natürlich auch online oder im nächsten Teegeschäft besorgen. Mit dem Trend kamen zahlreiche Möglichkeiten Cascara zu kaufen.

Ist Cascara eine Alternative zu Kaffee?

Wie bereits erwähnt hat Cascara einen nicht gerade geringen Koffeingehalt. Man hätte mit Cascara als Alternative zu normalem Kaffee also schon mal keinen Mangel an Koffein. Allerdings ist der Kaffeekirschentee nicht gerade günstig. Für 100 Gramm zahlt man abhängig von der Qualität etwa 5 bis 10 €. Wer den hohen Koffeeingehalt und den Geschmack des Tees mag, der muss also wesentlich mehr für den Tee ausgeben als für normalen Kaffee. Selbst wenn es keine Umstellung auf Dauer ist, lohnt sich das Probieren des Kaffeekirschentees bestimmt.

Tobias Löser
Mein Motto lautet: "Ich trinke keinen Kaffee, um aufzuwachen. Ich wache auf, um Kaffee zu trinken." Schon in der Schulzeit begann meine Leidenschaft für Kaffee. Nachdem ich im Klassenraum eine Kaffeemaschine aufgestellt hatte und damit Lehrer mit Geruch und Geräuschen zur Weißglut trieb, wurde mir klar, dass Kaffee für mich mehr bedeutet als für manch andere. Der erste Barista-Kurs folgte nur wenig später. Heute trinke ich nicht nur guten Kaffee, sondern schreibe auch über ihn.